Zeitungsartikel
Taunuszeitung

Königstein. Rock auf der Burg? Einige werden sich noch erinnern - da war doch mal was... Andere werden strahlen: Das Festival ist zurück! Nicht mehr mit dem Bombast und Headlinern der letzten, riesigen Parties, sondern mit 10 jungen Bands aus der Region, dafür aber Musik den ganzen Tag über - so startete man am Samstag in was hoffentlich eine neue Reihe von "Rock auf der Burg" Festivals wird. "Back to the Roots" war das Motto, mit dem die "Juegndhaus Rock AG", die sich aus mehreren Königsteiner Organisationen zusammensetzt, das Fest starteten. Und die Rechnung ging voll auf. Klar, dass Königsteiner Institutionen wie die Rocker von "Burning Slope" oder "Creepy", die diess Jahr sogar ihren zehnten Geburtstag feiern, nicht fehlen durften. Aber auch von weiter her kamen die Bands: "Soliloquy" aus dem Gießener raum begeisterten mit hartem Heavy Metal, und die Frankfurter "Trivial", Gewinner des diesjährigen "School Jam" auf der Frankfurter Musikmesse, sind zuvor schon bei "Rock am Ring" aufgetreten. So wundert es auch nicht, dass die Besucherzahlen nie unter 250 fielen: "Schon seit zehn Uhr heute morgen sind wir hier", erzählte Juliane Richter, die aus Frankfurt mit Freunden zum Festival gekommen war. "Wir sind zum ersten Mal hier auf der Burg, und es ist Klasse", fügte ihre Freundin Christine Berger hinzu. "Wir kennen "Trivial" gut und waren schon auf vielen von ihren Gigs." Außerdem kennt die Freundegruppe den Bassisten von "Damage Inc.", einer weiteren Frankfurter Band, die am Mittag auftrat. "Christian Vesper hat heute sogar einen völlig neuen Sprung entwickelt", schertze René Mueller über ein Missgeschick des Bassisten während dem rockigen Auftritt. Es sind die kleinen Fehltritte, die erst richtig die live-Atmosphäre ausmachen. "Sowas ist uns heute auch passiert, als wir Robbie Williams "Monsoon" spielten", sagte Sebastian Hartwig von "Creepy". "Unsere Version war ganz besonders, da einige von uns schon bei der Bridge waren, als die zweite Strophe kommen sollte." "Creepy" haben jetzt ihr erstes Album veröffentlicht: "Rockmeister" heißt die Scheibe, die die Band frisch aus dem Presswerk dabei hatte. Über eine Stunde Eigenkompositionen gibt es darauf zu hören. Und auch "Calpulco" können mit einem eigenen Album aufwarten: "Unsere Scheibe "The bad taste" gibts schon eine Weile", so der Hendrik Jurisch, Gitarrist der Fun-Punk Band. "Unser Auftritt heute war saugeil. Obwohl wir um die Mittagszeit aufgetreten sind, waren richtig viele Leute da, und es war eine große Party", freute sich Sänger Nicolas Völler. Während viele Bands nur Eigenkompositionen spielten, warfen viele auch Covers mit ins Programm: "Wir haben heute unter anderem ein Rage against the Machine Cover dabei gehabt", so Johannes Buckel von "Burning Slope". Außerdem begeistern die Mammolshainer immer wieder mit ihrer Version vom Ärzte-Song "Hurra", der den Burning-Slope-Auftritt abschloss. "Wir wollten mit der Auswahl der Bands ein möglich großes Sektrum an Stilrichtungen im Rock abdecken", so Daniel Valley vom Jugendhaus, das mit einigen Königsteiner Organisationen die Party trägt. "Eine geniale Coverband sind zum Beispiel "Fish & Chips"." "Elfmorgen", "Junkhead", "Mathew Albert", "Trivial", "Soliloquy" - all die Namen auf dem Festival zündeten mit Stilrichtungen von Blues-Rock über Fun-Punk, Grunge, kompromissloses Heavy Metal oder Hard Rock bis Pop-Rock die Luft an. "Ich bin mit dem Festival ausgesprochen zufrieden", freute sich Daniel Valley. "Nicht nur die Besucherzahlen stimmen, sondern auch die Organisation war ein Traum: Es ist super, wie viele Leute sich ehrenamtlich beteiligen - wir haben über 60 Helfer, und auch im Vorfeld lief die Zusammenarbeit hervorragend." Die evangelische Kirche Falkenstein, katholische Jugend Schneidhain, die Mammolshainer Kolping-Jugend und die Musikgruppe "Creepy" arbeiten alle schon traditionell mit dem Jugendhaus zusammen, und so war der Zusammenschluss zur "Jugendhaus Rock AG" ein sicheres Unternehmen - und mit Zukunftaussichten: "Bei dem Erfolg wird es nicht bei dem einen Rockfestival bleiben", so Valley. "Rock auf der Burg ist zurück, und das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben." Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann sich die eigens für das Festival eingerichtete Website anschauen: www.rockaufderburg.de. (me)


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